profileimage

Permakultur ist das bewusste Gestalten sowie die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen, aber auch sozialen oder ökonomischen Systemen, die die Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit von natürlichen Ökosystemen besitzen. Die Philosophie hinter Permakultur ist eine Philosophie, die mit und nicht gegen die Natur arbeitet, eine Philosophie, der fortlaufenden und überlegten Beobachtung und nicht der fortlaufenden und gedankenlosen Aktion; sie betrachtet Systeme in all ihren Funktionen, anstatt nur eine Art von Ertrag von ihnen zu verlangen, und sie erlaubt Systemen ihre eigenen Evolutionen zu demonstrieren.
Der Permakultur zu Grunde liegend ist ein nachhaltiges ökonomisches, ökologisches und soziales Leben, basierend auf den drei ethischen Grundsäulen der “Sorge tragen für die Erde”, “Sorge tragen für die Menschen”, “Wachstum begrenzen und Überschüsse teilen”.

Die Permakultur befähigt jeden Menschen lokal aktiv zu werden, und v.a. hat sie eine positive Einstellung zum Leben, und geht nicht in den Widerstand oder in die Gegenwehr; bewusst im Kleinen und Grösseren die Umgebung, mit anderen Menschen zusammen, sozial, ökonomisch und ökologisch zu gestalten, zu transformieren – das ist unser Ziel.


 

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf mit einem Studienschwerpunkt auf systemischen/vernetzten Denken. Er arbeitet seit 16 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, und beschäftigt sich dort v.a. mit (nationalen bis) globalen Umweltthemen. Die „Entdeckung“ der Permakultur vor einigen Jahren war wie ein Déjà-vu des vernetzten Denkens, was eine tiefe, begeisterte Auseinandersetzung mit der PK zur Folge hatte. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, z.B. in Form von grossflächiger Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.

www.lebensraum-permakultur.de/blog